Panikstörungen – Ursachen, Symptome und Hilfe

Was sind Panikanfälle und Angstzustände?

Angstzustände und Panikattacken sind bestimmte Alarmreaktionen ohne einen bestimmten Anlass. In der Regel treten solche Attacken aus heiterem Himmel auf, in den meisten Fällen ist man sich auch überhaupt nicht bewusst, dass es sich dabei um sogenannte Panikanfälle handelt.

Die Symptome sind nicht immer gleich, in den meisten Fällen sind sie vor allem in den ersten Minuten sehr heftig und lassen nach 20 bis 30 Minuten wieder nach. Es gibt aber auch durchaus Patienten, bei denen die Panikattacken über einen längeren Zeitraum stattfinden.

Im Prinzip ist eine einzige Panikattacke zwar furchtbar für den Betroffenen, aber noch lange kein Hinweis auf eine Erkrankung. Treten allerdings mehrere Anfälle in regelmäßigen Abständen auf, dann erhöht sich die Erwartungsangst, also die eigentliche Angst vor der Angst, weshalb die betroffenen Personen Menschenansammlungen und enge Räume vermeiden und lieber in der eigenen Wohnung bleiben.

Was sind die Symptome bei Panikstörungen?

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  • Herzrasen. Kaum jemand, der Panikanfälle erlebt hat, wird nicht von Herzklopfen berichten. Erfahren Sie hier bei mehr: Panikattacke Symptome Herz und Atemnot (anQstfrei.com)
  • Atemnot
  • Schwächegefühl
  • Schwindelanfälle
  • Extreme Angstzustände
  • Zittern
  • Übelkeit
  • Taubheitsgefühle
  • Schweißausbrüche
  • Kälteschauer oder Hitzegefühle
  • Angst verrückt zu werden oder zu sterben

Hier ist, wie es verlaufen kann:

Mögliche Ursachen von Panikstörungen

Panikattacken können vielerlei Ursachen haben, dazu gehören beispielsweise:

  • Lang anhaltende körperliche und seelische Anspannungen
  • Depressionen
  • Störungen der Schilddrüsen
  • Stoffwechselstörungen
  • Hormonstörungen
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Belastende Lebens- und Stresssituationen
  • Erhöhter Konsum von Genussmitteln (Drogen, Kaffee, Zigaretten)

Die Panikattacken Ursachen werden auch gut von anQstfrei beschrieben. In vielen Fällen haben die betroffenen Personen die für Panikattacken typischen Signale schon vor den eigentlichen Anfällen wahrgenommen und diese mit Anzeichen für einen kommenden Herzinfarkt, oder einer anderen schweren Erkrankung, assumiert. Bei vorliegenden Stoffwechselstörungen, sowie auch bei Herz-Kreislaufbeschwerden handelt es sich um sehr ähnliche Symptome, die nicht unbedingt mit Panikattacken in Zusammenhang stehen.

Was kann man dagegen tun?

Bei Panikattacken verliert man die Selbstbeherrschung, da man außerhalb der eigenen vier Wände überall Gefahren sieht, die eigentlich überhaupt nicht vorhanden sind. Nicht immer verschafft die Medikation Abhilfe, denn man muss auch den richtigen Umgang mit der vorhandenen Panik lernen.

Selbstverständlich sollte bei Panikattacken unbedingt der Arzt eingeschaltet werden, der den Patienten nicht nur auf psychische Krankheiten, sondern auch auf körperliche Beschwerden untersucht. Behandelt werden die Anfälle in der Regel mit einer Kombination von Medikamenten und Psychotherapien.

Nur in seltenen Fällen verschwinden Panikattacken ohne Behandlung von alleine. Die meisten Betroffenen greifen entweder zu Beruhigungstabletten oder zu Alkohol und Drogen um die Angstzustände besser überwältigen zu können.

Selbsthilfe bei Angstzuständen

Es gibt viele nützliche Tipps für Angstzustände und Panikattacken, die man durchaus auch alleine oder mit Vertrauenspersonen in Angriff nehmen kann. Eine dauerhafte Belastung und Anspannung sollte man vermeiden, autogenes Training, Atemübungen, Sport und auch Yoga sind nützliche Übungen um sich effektiv in jeder Beziehung zu entspannen.

Ausreichend Schlaf ist ein weiterer Faktor, der gegen Panikattacken hilft. Auf Nikotin und Koffein sollte verzichtet werden. Auch die Ernährung ist wichtig, regelmäßige Hauptmahlzeiten und auch kleine Zwischenmahlzeiten sind optimal, um keinen gefährlichen Unterzucker zu bekommen.

Stabile Verhältnisse, sei es mit dem Lebenspartner, in der Arbeit, oder auch in der Wohngemeinschaft tragen ebenfalls mit zur notwendigen Sicherheit bei. Wenn möglich sollte man sich jemanden anvertrauen und um Hilfe bitten, also sich auf keinen Fall isolieren. Mit der Vertrauensperson kann man zusammen die eigenen negativen Gedanken überprüfen und an der persönlichen Einstellung arbeiten.

Es ist logisch, dass wenn man alles negativ sieht, auch die Psyche gewaltig beeinflusst wird. Geschehnisse dürfen also nicht zu persönlich genommen werden. Es spielt im Prinzip auch keine große Rolle, was andere Menschen über einen denken wenn man glaubt, dass man beispielsweise vom Nachbarn böse angesehen wird, weil er einen nicht leiden kann.

Bei Panikattacken ist es besser, wenn man die vorhandene Angst NICHT verdrängt. Diesen Ansatz verfolgt Barry McDonagh, der seit nun mehr als 10 Jahren mit seiner englishen Webseite PanicAway.com (zu deutsch “Weg mit der Panik”) den Leuten hilft, Angst und Panikattacken zu besiegen. Je mehr man sich dagegen wehrt, desto größer werden auch die Angstzustände. Barry McDonagh hat eine Reihe Übungen und Techniken entwickelt, die darauf basieren. Wenn Sie kein English können, ist es kein Problem, denn das Programm gibt es nun auch auf Deutsch unter dem Namen “Weg Mit Der Panik” – einen Erfahrungsbericht finden Sie auf anQstfrei.com.

Man sollte man sich auf positive Dinge konzentrieren, beispielsweise auf den nächsten Urlaub, oder einfach nur den nächsten Einkauf planen. Konzentriert man sich bei einem kommenden Anfall auf etwas anderes, dann spürt man schon nach kurzer Zeit, dass eigentlich überhaupt nichts passiert. Mit dieser neuen Einstellung werden auch die Panikattacken in der Regel jedesmal schwächer, bis sie nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr auftreten.

Atemübungen bei Panikattacken

Der Atem spielt nicht nur bei Panikattacken eine wichtige Rolle. Die Angstzustände können sich durch eine beschleunigte, sowie durch einen flachen Atem verschlimmern. Tiefes Ein- und lautes Ausatmen helfen den Körper zu beruhigen und die angespannten Muskeln wieder zu entspannen. Die Atemübungen sollte man mehrmals am Tage durchführen, sie sorgen auch dafür, dass das Gehirn besser durchblutet wird.

Über 60 Prozent der Frauen leiden unter Angstzuständen und Panikattacken, von denen aber nur in sehr seltenen Fällen die befürchteten Reaktionen eintreten, die man sich bei einem Anfall ausmalt. Mit der richtigen Therapie lernt man den Stress zu bewältigen und das Selbstvertrauen wieder aufzubauen oder zu stärken. Wer den Umgang mit Panikattacken lernt, bemerkt schon in kürzester Zeit, dass die eigene und in solchen Fällen absolut unnötige Angst, mit den schrecklichen Phantasien und den körperlichen Reaktionen in einer engen Verbindung stehen.

Nur wer in der Lage ist die Angstzustände zu konfrontieren, ist auch in der Lage sich von den grausamen Panikattacken zu befreien. Die besten Medikamente nützen nämlich überhaupt nichts, wenn die betroffene Person nicht an sich selbst arbeitet.